ADAC-Analyse: E-Auto-Fahrer zahlen ohne Vertrag bis zu 62 % mehr
Das sogenannte Ad-hoc-Laden, also das spontane Laden ohne Vertrag, kann für E-Auto-Fahrer deutlich teurer sein als das Laden mit einem vorher abgeschlossenen Tarif. Eine aktuelle Untersuchung des ADAC zeigt: Wer ohne vorherige Anmeldung beim Betreiber Strom bezieht, muss mit teils erheblichen Preisaufschlägen rechnen – in Extremfällen sind es bis zu 62 Prozent mehr.
Im ADAC-Vergleich zeigte sich besonders bei EWE Go ein deutlicher Preisunterschied: Wer dort ohne Vertrag lädt, zahlt 84 Cent je Kilowattstunde – registrierte Nutzer kommen mit 52 Cent deutlich günstiger weg. Deutlich moderater fielen die Preise hingegen bei Citywatt und EAM aus – sie verlangten jeweils 64 Cent pro Kilowattstunde für das Laden ohne Vertrag. Zum Einordnen: Laut dem Vergleichsportal Verivox liegt der aktuelle durchschnittliche Strompreis für Haushalte bei 35,22 Cent pro Kilowattstunde.
Viele Raststätten und Autohöfe setzen noch immer auf ältere Ladesäulen, die nur über einen QR-Code, eine App oder eine spezielle Kundenkarte freigeschaltet werden können. Eine einfache Kartenzahlung ist oft nicht möglich. Rechtlich ist das durch eine Übergangsregelung bis Ende 2026 gedeckt – kundenfreundlich ist es jedoch nicht. Gerade für Urlauber oder Wenigfahrer wird das Laden damit unnötig kompliziert.
Ein weiteres Problem stellt laut ADAC die mangelnde Preistransparenz an vielen Ladesäulen dar. Verbraucher erfahren häufig erst nach dem Ladevorgang, wie viel sie tatsächlich zahlen müssen.
Tipps für E-Auto-Fahrer von ADAC
- Immer Preise vor dem Laden prüfen, da die Unterschiede erheblich sein können. Vergleichsportale und Apps helfen bei der Orientierung.
- Wer regelmäßig lädt, fährt mit einem festen Tarif oft günstiger – aber nicht jeder Vertrag lohnt sich.
- Solange Kartenzahlung nicht überall Standard ist, lohnt sich eine Karte mit breiter Netzabdeckung.
- Der Markt ändert sich schnell – regelmäßig über neue Anbieter und Tarife informieren zahlt sich aus.