Im Mai 2026 treten in Deutschland und teilweise auch im europäischen Umfeld wieder einige wichtige Änderungen in Kraft. Finanzielle Entlastungen, Förderprogramme, sowie neue Regelungen im Alltag – viele Bereiche sind betroffen. In diesem Überblick finden Sie die wichtigsten Neuerungen im Mai 2026 kompakt und verständlich zusammengefasst.



Tankrabatt und Entlastungsprämie: Neuerungen im Mai 2026
Der Bundestag hat ein neues Entlastungspaket beschlossen, das ab Mai 2026 gilt. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Tankrabatt: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wird für zwei Monate (Mai und Juni) gesenkt – um rund 17 Cent pro Liter. Ziel ist es, Sie angesichts der hohen Spritpreise kurzfristig zu entlasten.
Beim Tankrabatt ist jedoch nicht garantiert, dass die Entlastung vollständig bei Ihnen ankommt – das hängt auch von den Preisen an den Tankstellen ab.
Zusätzlich hat der Staat eine steuerfreie Entlastungsprämie auf den Weg gebracht. Arbeitgeber können ihren Beschäftigten freiwillig bis zu 1.000 Euro auszahlen – steuer- und abgabenfrei. Ein Anspruch darauf besteht allerdings nicht, da die Zahlung freiwillig ist.
Öffentlicher Dienst: 2,8 % mehr Tabellenentgelt ab Mai 2026
Zum 1. Mai 2026 tritt die nächste Stufe der Tariferhöhung im öffentlichen Dienst in Kraft: Die Tabellenentgelte steigen um 2,8 %. Diese Anpassung gilt für alle Entgeltgruppen, sowie gleichermaßen für Beschäftigte und Auszubildende bei Bund und Kommunen.
Für Sie bedeutet das konkret: Ihr Gehalt erhöht sich automatisch entsprechend Ihrer Eingruppierung und Erfahrungsstufe. Wie stark das Plus ausfällt, hängt also davon ab, in welcher Entgeltgruppe und Stufe Sie sich befinden – denn das TVöD-System orientiert sich an Tätigkeit und Berufserfahrung.
Es handelt sich um den zweiten und letzten Schritt des aktuellen Tarifabschlusses, nachdem bereits 2025 eine erste Erhöhung umgesetzt wurde.
E-Auto-Förderung: Neues Portal startet im Mai 2026
Die von vielen ersehnte Neuerung ab Mai 2026: Das Förderportal für die neue E-Auto-Prämie soll online gehen. Die zuständigen Behörden betonen, dass die Arbeiten daran im Zeitplan liegen und man Anträge voraussichtlich ab Mai stellen kann.
Die Förderung gilt auch rückwirkend für Fahrzeuge, die bereits ab dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden. Das bedeutet, dass Sie den Antrag auch nachträglich stellen können, wenn Sie Ihr E-Auto schon gekauft haben.
Je nach Einkommen, Fahrzeugtyp und familiärer Situation sind Zuschüsse zwischen etwa 1.500 und 6.000 Euro möglich. Die Förderung ist dabei sozial gestaffelt – Haushalte mit geringerem Einkommen oder mit Kindern profitieren stärker.
Wichtig zu wissen: Der Fördertopf ist begrenzt, daher sollten Sie den Start des Portals im Auge behalten, um den Antrag möglichst früh zu stellen.
EU-Gebäuderichtlinie: Änderungen beim Energieausweis
Ab Mai 2026 muss Deutschland die neue EU-Gebäuderichtlinie rechtlich umsetzen. Für Sie als Eigentümer bedeutet das vor allem Veränderungen beim Energieausweis, der künftig einheitlicher und strenger geregelt wird.
Ein EU-weites System von A bis G ersetzt die bisherige Skala von A+ bis H, um Gebäude besser vergleichbar zu machen. Gleichzeitig gewinnt der Energieausweis an Bedeutung: Er wird nicht nur bei Verkauf und Vermietung wichtiger, sondern spielt künftig auch bei Modernisierungen eine stärkere Rolle. Gut sanierte Gebäude profitieren davon, während energetisch schwächere Immobilien stärker unter Druck geraten.
Österreich-Urlaub: Neue Kameraregel kann teuer werden
Wenn Sie mit dem Auto nach Österreich reisen, sollten Sie ab Mai 2026 besonders aufmerksam auf die Beschilderung achten. In vielen Städten werden Zufahrten zu bestimmten Bereichen künftig per Kamera überwacht. Bestimmte Zonen – etwa Innenstädte oder Wohngebiete – dürfen nur von berechtigten Fahrzeugen befahren werden. Fahren Sie dennoch hinein, etwa weil Sie ein entsprechendes Schild übersehen, erfasst die Kamera das automatisch.
Verstöße können richtig teuer werden. Je nach Fall drohen Bußgelder von mehreren hundert Euro – im Extremfall sogar bis zu rund 2.000 Euro.
Achten Sie im Urlaub unbedingt auf entsprechende Verkehrszeichen und Zufahrtsbeschränkungen – sonst kann ein kurzer Abstecher schnell zur kostspieligen Überraschung werden.
Neue Direktzüge nach Italien: Frecciarossa startet ab 2026
Bereits ab Mai 2026 sind erste Testfahrten mit dem italienischen Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa geplant, um den regulären Betrieb vorzubereiten. Für Sie wird die Bahnreise nach Italien damit künftig schneller und deutlich komfortabler.
Ab Dezember 2026 sollen erstmals Direktzüge von Bayern nach Italien fahren – unter anderem nach Mailand und Rom. Die Züge verkehren ohne Umstieg und entstehen in Kooperation von Bahnunternehmen aus Deutschland, Italien und Österreich.
Neugeborenen-Screening erweitert: Neuerungen ab Mai 2026
Ab Mai 2026 wird das Neugeborenen-Screening in Deutschland ausgeweitet. Babys werden künftig auf weitere Erkrankungen frühzeitig untersucht – darunter ein möglicher Vitamin-B12-Mangel, sowie seltene Stoffwechselerkrankungen.
Ziel der Erweiterung ist es, gesundheitliche Probleme noch früher zu erkennen und behandeln zu können, schon bevor erste Symptome auftreten. Das kann entscheidend sein, um Folgeschäden zu vermeiden und Ihrem Kind einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen. Die Tests werden weiterhin kurz nach der Geburt im Rahmen der regulären Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt.
„Ehrentag“ am 23. Mai 2026: Mitmachen erwünscht
Am 23. Mai 2026 findet erstmals der bundesweite „Ehrentag“ statt – initiiert vom Bundespräsidenten und bewusst am Geburtstag des Grundgesetzes. Sie sind eingeladen, sich an diesem Tag aktiv zu engagieren, etwa im Verein, in der Nachbarschaft oder mit eigenen Aktionen. Ziel ist es, Zusammenhalt und Ehrenamt sichtbarer zu machen.





