Europarecht

Begründungserfordernis einer Anhörungsrüge

Aktenzeichen  V ZR 267/17

Datum:
27.11.2018
Rechtsgebiet:
Gerichtsart:
BGH
Dokumenttyp:
Beschluss
ECLI:
ECLI:DE:BGH:2018:271118BVZR267.17.0
Normen:
§ 321a ZPO
§ 564 S 1 ZPO
Art 103 Abs 1 GG
Spruchkörper:
5. Zivilsenat

Verfahrensgang

vorgehend BGH, 14. September 2018, Az: V ZR 267/17, Urteilvorgehend OLG Karlsruhe, 19. September 2017, Az: 12 U 70/17, Urteilvorgehend LG Karlsruhe, 11. Januar 2017, Az: 6 O 304/16

Tenor

Die gegen das Urteil des Senats vom 14. September 2018 gerichtete Anhörungsrüge der Klägerin wird als unzulässig verworfen.

Gründe

1
Die nach § 321a ZPO statthafte Anhörungsrüge ist unzulässig, weil sie den gesetzlichen Darlegungsanforderungen nicht genügt. Eine Anhörungsrüge ist nur zulässig, wenn mit ihr eine neue und eigenständige Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG durch das erkennende Gericht gerügt wird. Allein daraus, dass eine Verfahrensrüge gemäß § 564 Satz 1 ZPO ohne nähere Begründung zurückgewiesen worden ist, folgt keine Verletzung des Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs. Vielmehr müssen besondere Umstände des Einzelfalls hinzutreten, aus denen sich klar ergibt, dass das Vorbringen nicht zur Kenntnis genommen oder bei der Entscheidung nicht erwogen worden ist. Das ist in der Anhörungsrüge darzutun (vgl. Senat, Beschluss vom 15. November 2012 – V ZR 79/12, GuT 2013, 141 mwN). Eine solche Darlegung enthält die Anhörungsrüge der Klägerin nicht. Sie beschränkt sich auf die Wiederholung der Revisionsbegründung, die der Senat bei der Entscheidung zur Kenntnis genommen und berücksichtigt hat.
Stresemann     
        
Brückner     
        
Kazele
        
Göbel      
        
Hamdorf      
        

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