Mit dem Mietwagen ins Ausland: Was ist zu beachten?

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Gründe für die Nutzung eines Mietwagens im Ausland gibt es viele: Geschäftsreisende wollen vor Ort nach der Anreise mit dem Flieger mobil sein, Familien mieten ein größeres Auto, weil das eigene zwar die Kinder, aber nicht das Gepäck fasst. Doch was muss bei der Nutzung des Mietfahrzeugs in anderen Ländern beachtet werden? Welche Regelungen gelten z. B. bei zu schnellem Fahren?

Urlaubsfotos der anderen Art: Mit dem Mietfahrzeug geblitzt

Wer in einem anderen Land unterwegs ist und geblitzt wird, mag die Hoffnung haben, dass er ohne zu zahlen davon kommt. Wieder zu Hause ist die rasante Fahrt doch so weit weg! Aber natürlich müssen Sie für den Fehler aufkommen. Dafür kontaktiert die Bußgeldbehörde des jeweiligen Landes das Autovermietungsunternehmen. Dieses gibt die Kontaktdaten des Mieters heraus und dieser bekommt seinen Strafzettel. Allerdings fällt auf die Strafe noch eine Servicepauschale an, die seitens der Autovermietung erhoben wird und die zusätzliche Arbeit des Heraussuchens der Kontaktdaten abdecken soll. Die Preise dafür liegen zwischen 20 und 30 Euro. Sie können als Fahrer, der geblitzt wurde, aber auch die nächste Polizeistation anrufen und sich selbst melden, dann fallen die Servicegebühren weg.

Bußgelder im Ausland

Wichtig zu wissen: Die Bußgelder sind in anderen Ländern oft deutlich höher als hier in Deutschland und können sogar die 2.000 Euro überschreiten – nur für zu schnelles Fahren! Auch die Servicepauschalen für die Herausgabe der Kontaktdaten können variieren und sind je nach Land und Vermietungsunternehmen verschieden.  Übrigens werden die Bußgelder aus dem Ausland in Deutschland anerkannt, was auf internationale Abkommen zurückzuführen ist. Niemand kommt also um seinen Strafzettel herum! Punkte in Flensburg werden aber nicht vergeben, wenn jemand schnell genug im Mietwagen unterwegs war. Auch ein Fahrverbot, welches in einem anderen Land verhängt wurde, gilt in Deutschland im Allgemeinen nicht.

Ohne Reifen kein Auto

Natürlich werden Mietfahrzeuge mit voll funktionstüchtigen Reifen vermietet – diese richten sich aber nicht immer nach der Jahreszeit und so kann es sein, dass das Fahrzeug im Winter Sommerreifen aufgezogen hat. In den meisten Ländern gibt es zwar keine Winterreifenpflicht, doch der Fahrer des Fahrzeugs haftet im Falle eines Unfalls, wenn die Straßenverhältnisse eine andere Bereifung erfordert hätten. Wichtig: Es gibt für die Vermietungsunternehmen keine Verpflichtung zum Aufziehen von Winterreifen, daher muss der Mieter selbst darauf achten. Sollen andere Reifen aufgezogen werden, erhebt der Vermieter meist eine Servicegebühr. Im Zuge einer Klärung zur passenden Bereifung sollten Fahrzeugmieter auch die Versicherung des Autos im Schadensfall abklären.

Vignettenpflicht und Mietwagen

Die wenigsten Mietwagen sind mit Vignetten ausgestattet – in der Regel muss der Mieter dafür sorgen, dass diese Plakette gekauft und angebracht wird. Wer also mit dem gemieteten Fahrzeug nach Italien oder Österreich fahren will, muss die Vignette selbst besorgen. Das kann auch schon in Deutschland erfolgen, beispielsweise direkt über den ADAC. Wer sein Fahrzeug erst im anderen Land erhält bzw. die Anmietung dort vornimmt, bekommt meist schon eine Vignette mit, diese muss dann aber natürlich extra bezahlt werden. Preislich gesehen macht es aber kaum einen Unterschied, ob Sie die Vignette selbst kaufen oder ein derart ausgestattetes Mietfahrzeug vor Ort bekommen.

Thema: PKW
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