Elementarversicherung – Schützen Sie Ihr Heim

Die Wetterextreme nehmen immer mehr zu. Mit einer Elementarversicherung sichern Sie Ihr Heim ab. Aber was beinhaltet sie und für wen ist sie sinnvoll?

Eine Frau mit gelber Regenjacke und Kapuze schaut zur Decke. Von dort tropft Wasser in eine grüne Schüssel in ihren Händen. Im Hintergrund ist eine Küche zu sehen.

Eine Elementarversicherung können Sie meist als Zusatzbaustein einer Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abschließen. Extreme Wetterbedingungen nehmen auch in Deutschland immer mehr zu. Checken Sie deshalb unbedingt, ob sich Ihre Immobilie in einer gefährdeten Region befindet und richtig abgesichert ist.

Was sind Elementarschäden?

Elementarschäden sind durch Naturkatastrophen verursachte Schäden. Diese schließt die reguläre Versicherung meist nicht mit ein. Hierzu zählen beispielsweise Lawinen oder Erdrutsche, Überschwemmungen oder Erdbeben.

Ist die Elementarversicherung für mich sinnvoll?

Auch wenn Sie nicht in einem offensichtlichen Risikogebiet leben, haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass Überschwemmungen oder Orkane überall zuschlagen können. Letztlich müssen Sie selbst abwägen, ob eine Elementarversicherung für Sie sinnvoll ist. Ihr Versicherer hat üblicherweise Zugriff auf das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS). Dies kann Ihnen dabei helfen, die Gefahren in Ihrer Wohnumgebung zu abzuschätzen. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) bietet außerdem einen Hochwasser- und Naturgefahren-Check an, wo Sie wahrscheinliche Risiken in Ihrem Postleitzahlengebiet selbst überprüfen können.

Wie berechnen sich die Kosten?

Die Kosten einer Elementarversicherung richten sich nach der Region und deren Gefährdung. In hochgelegenen Regionen müssen Sie z.B. kein Hochwasser fürchten, wohingegen Sie in Hamburg vor Lawinen sicher sind. Je höher die Risiken, desto höher der Versicherungsbeitrag. Die Risikozonen berechnen sich ebenfalls nach dem oben genannten ZÜRS.

Brandschäden sind keine Elementarschäden

Die Brandversicherung ist in der Regel immer Teil der regulären Hausrat- oder Gebäudeversicherung, genau wie z.B. Einbruch oder Diebstahl.

Folgen von Sturmschäden sind nicht automatisch abgesichert

Auch Sturmschäden sichert Ihre reguläre Versicherung häufig mit ab. Aber Vorsicht! Die Versicherung schließt keine weiteren Elementarschäden mit ein, die aus dem Sturm resultieren. Beispielsweise Überschwemmungen oder Hochwasser müssen Sie extra versichern lassen.

Schutzmaßnahmen sind trotzdem wichtig

Mit Abschluss Ihrer Elementarversicherung sollten Sie zugleich Schutzmaßnahmen am Gebäude installieren. Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen schützen Sie dadurch natürlich Ihr Eigentum. Zum anderen verlangen Versicherungen häufig, dass Antragsteller Schutzmaßnahmen ergreifen, damit Elementarschäden im Falle einer Naturkatastrophe abgewendet werden können und die Versicherung gar nicht erst greifen muss. Manche Versicherer gewähren zudem einen Kostennachlass, wenn Sie Ihr Eigentum vorsorglich schützen.

Was tun im Schadensfall?

Ist es zu Schäden durch Hochwasser, Erdrutsch etc. gekommen, gilt es selbstverständlich zuerst, die beschädigten Gegenstände zu bergen, um sie vor weiteren Schäden zu schützen. Anschließend sollten Sie sämtliche Schäden dokumentieren und mit einer Auflistung an Ihre Versicherung melden.

Selbstbeteiligung gehört zur Elementarversicherung

Bei Abschluss einer Elementarversicherung vereinbaren Sie mit Ihrem Versicherer häufig einen prozentualen Wert der Selbstbeteiligung, den Sie im Schadensfall selbst tragen müssen. Dieser ist jedoch deutlich geringer als die vollen Kosten, die im Ernstfall auf Sie zukommen können. Eine Lawine oder eine Überschwemmung kann mitunter Ihre Existenz bedrohen.

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