Fahrradunfall ohne Helm

In Deutschland gibt es keine Fahrradhelmpflicht.
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Wenn ein Radfahrer mit einem Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr kollidiert, der sich verkehrswidrig verhält, und in der Folge eine Kopfverletzung erleidet, die mit einem Fahrradhelm vermeidbar gewesen wäre, so wird ihm gleichwohl nur in Ausnahmefällen ein Mitverschulden zugerechnet. Ausnahmen sind immer dann gegeben, wenn der Radfahrer eine potenzielle Gefahr für den Straßenverkehr darstellt. So werden beispielsweise sportlich ambitionierte Radfahrer, die sich auch außerhalb des Rennsports mit erhöhter Geschwindigkeit fortbewegen, als besonderes Risiko für andere Verkehrsteilnehmer eingestuft. In dem verhandelten Fall vor dem OLG Celle waren beide Parteien als Radfahrer unterwegs. Die Tatsache, dass der Kläger bei dem Unfall keinen Helm trug, konnte ihm nicht angelastet werden.

OLG Celle, Urteil vom 12. Februar 2014, Az. 14 U 113/13

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Thema: Urteile
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